Weingut

Familie

Wie alles begann... Haben Sie sich vielleicht schon einmal gefragt, wie das mit dem Weingut Deppisch so gewesen sein könnte? Mittlerweile besuchen uns sehr viele Freunde unseres Weines direkt auf unserem Weingut im Türschengraben. Sei es zum Weineinkauf, zur Weinprobe oder an unserem Hoffest im August. Wer uns noch nicht seit der ersten Stunde kennt, geht natürlich davon aus, dass dieser ehemalige Bauernhof schon immer im Familienbesitz gewesen sein muss und dort auch die Keimzelle für das heutige Weingut liegt. Doch dem ist nicht so…

1989 pachtete mein Vater, Winzermeister und langjähriger Außenbetriebsleiter beim Weingut Bürgerspital, den ersten Weinberg in Theilheim: 500qm Rebfläche bestockt mit einem „alten fränkischen Satz“, also verschiedenen Rebsorten durcheinander gepflanzt in einem Weinberg. Zu diesem Zeitpunkt war ich 15 Jahre alt und zeigte erstmals auch etwas Interesse am Weinbau. 1989 ist somit der Startpunkt des eigenen Weinbaus in der Familie Deppisch. 

Wohin nun aber mit dem ersten eigenen Traubenmost, dem Wein und dann den Weinflaschen, wenn kein eigener Weinkeller vorhanden ist? 

Uns blieb nur eine Möglichkeit – die Autogarage! Heute würde man solche Betriebe wie den unseren einen Start up nennen, in Übersee werden diese kleinen neuen Weingüter bezeichnender Weise „Garage-winery“ genannt. Der Wein aus diesem Weinberg wurde fast ausschließlich in der Familie und der Verwandtschaft getrunken. Nach meiner Lehre im Bürgerspital Weingut in Würzburg und dem Studium an der Fachhochschule Geisenheim war dann auch für die zweite Generation die theoretische Basis gelegt. Da die Größe des Weingutes bis heute nicht für einen Haupterwerbsbetrieb ausreichend ist, begannen damals zunächst die Lehr- und Wanderjahre: Fünf Jahre an der Forschungsanstalt Geisenheim als Versuchsingenieur, knapp vier Jahre beim Fränkischen Weinbauverband und ab 2009 an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Ich war also immer in Vollzeit dem Thema Wein verbunden. Die Betriebsfläche wuchs, ausgehend von den ehemaligen 500qm, langsam aber stetig weiter, so dass wir heute bei einer Größe von 4,0 Hektar angekommen sind. 


Endlich Platz... Irgendwann war klar, die Autogarage ist einfach nicht mehr ausreichend für die Produktion unserer Weine. Deshalb kam im Jahr 2005 der wohl größte Entwicklungsschritt für die Zukunft unseres Weinguts. Nach zweijähriger Suche, konnten wir einen ehemaligen Bauernhof in Theilheim kaufen. Damit war der Grundstein für die weitere Entwicklung unseres Weinguts in die Zukunft gelegt. Die bestehenden Gebäude wurden, so gut es ging, für die Weinbereitung hergerichtet. Obwohl auch heute noch manches provisorisch wirkt, zeigen die vielen positiven Bewertungen unserer Weine bei Wettbewerben und Journalisten, dass es auch so gehen kann. Wir bauen nicht auf Hochglanztechnik bei der Weinbereitung, entscheidender als das Keller-Ambiente ist die Qualität der geernteten Trauben und die Arbeit im Keller. 


Ein gewagter Schritt... Bezüglich der Betriebsphilosphie war 2009 ein entscheidendes Jahr, denn wir entschlossen uns den Betrieb auf den biologischen-dynamischen Weinbau umzustellen und haben uns bei Demeter zertifizieren lassen. Da wir damals noch keine Erfahrung mit dem biologisch-dynamischen Weinbau hatten, war es für uns ein wirkliches Experiment. Heute sind wir sehr froh darüber, diesen Schritt gewagt zu haben, fühlen wir uns doch sehr wohl mit dieser Anbaumethode und noch wichtiger, unsere Reben auch. 


Im Frühjahr 2016, unsere Rebfläche betrug zu diesem Zeitpunkt ca. 3,2 Hektar, kam es dann zu einem weiteren besonderen Ereignis in unserer kurzen Weingutshistorie. In Theilheim wurden knapp 1,0 Hektar Weinberge verkauft, die einmal zu unserem Hof gehört haben. Es war uns deshalb ein besonderes Anliegen, diese Fläche wieder mit dem Hof und unserem Weingut zusammenzubringen. Wie geht es weiter? Es bleibt spannend! Wer des Öfteren zu uns kommt, hat vielleicht schon festgestellt, dass sich immer ein bisschen was verändert. 


Zögern Sie nicht, und machen Sie sich selbst ein Bild – wir freuen uns über Ihren Besuch!


Ihr Christian Deppisch & Familie

über uns und unsere weine

THEILHEIM liegt 10km südlich von Würzburg in einer Talsenke, die der Jakobsbach in die fränkische Muschelkalkplatte gegraben hat. Beiderseits dieser Talsenke steigen die Hänge bis zu einem Höhenunterschied von ca. 60m steil an. Auf dem nach Süden ausgerichteten Theilheimer Altenberg werden heute auf einer Rebfläche von ca. 20ha Weinreben angebaut. Da der Altenberg nicht flurbereinigt ist, konnte er seine Ursprünglichkeit bewahren. Zahlreiche Hecken, Sträucher, Bäume und Steinrutschen unterbrechen die strenge Ordnung der Rebzeilen und verleihen ihm sein romantisches Ambiente. Von unserer Familie werden dort auf einer Rebfläche von drei Hektar die Rebsorten Silvaner, Riesling, Blauer Silvaner, Weißer Burgunder, Spätburgunder, Frühburgunder, Domina, Regent und Portugieser angebaut. Seit September 2008 sind wir Mitglied bei DEMETER und bewirtschaften unsere Rebflächen nach den Grundsätzen des biologisch - dynamischen Weinbaus. Zahlreiche Auszeichnungen für die Weine unseres Weingutes in den letzten Jahren beweisen, dass vom Theilheimer Altenberg Trauben mit besonderer Qualität geerntet werden können. Dies erreichen wir durch niedrige Erträge, sowie Schonung und Wiederbelebung unserer Böden. So wie wir unseren Trauben im Weinberg die nötige Zeit zum Reifen geben, so lassen wir unseren Weinen ebenfalls aus - reichend Zeit, damit sie sich in Ruhe bis zum Trinkgenuß entwickeln können. Dabei verzichten wir auf jegliche Art von Schönungen mit z. Bsp. Gelatine oder anderen Zusätzen, sondern lassen die Zeit ihre Arbeit tun. Egal ob Sie im Sommer oder aber an einem kalten Wintertag, zu einer Brotzeit oder zu einem exklusiven Menü ein Glas Wein genießen möchten, unsere Weine sind der ideale Begleiter für viele Gelegenheit

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